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Der Stein wird bearbeitet

Das Fichtelgebirge wird wegen seiner vielfältigen Steinvorkommen „Bayerns steinreiche Ecke“ genannt. Es ist aber auch ein bedeutendes Zentrum der Steinverarbeitung. 

Hier wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Erhard Ackermann in Weißenstadt die Bearbeitung des Granits mit der Maschine entwickelt. Deshalb darf das Fichtelgebirge mit Fug und Recht als die Wiege der deutschen Steinindustrie bezeichnet werden. 

Heute wird in den Granitwerken mit modernster Technik gearbeitet. Die Steinblöcke werden mit Gattersäge und Fräsmaschine auf die gewünschten Maße zugeschnitten. 


In der Werkhalle


Sägen mit Steingatter

Oberflächenbearbeitung
Bei der Weiterverarbeitung spielt die Oberflächenbearbeitung eine wichtige Rolle. Je nach Bearbeitungsgrad verändert sich mit der Oberflächenstruktur auch die Farbe des Steins. Die würfelförmigen Hocker vor dem Labyrintheingang zeigen Gesteinsarten des Fichtelgebirges. Der den Würfeln gegenüberliegende lange Stein aus  Epprechtsteingranit macht auf seiner Oberseite unterschiedliche Grade der Oberflächenbearbeitung sichtbarund begreifbar – von bruchrau bis poliert. 


Schleifen mit Wandarmmaschinen


Manuelles Polieren der Schrift

Grabsteine 
Neben Natursteinarbeiten für den Bau nimmt die Herstellung von Grabsteinen schon immer einen breiten Raum ein. Für Grabanlagen und Bauarbeiten wurde neben heimischem Gestein immer schon ausländisches Steinmaterial verarbeitet. Rohblöcke wurden aus Skandinavien und dem übrigen Europa und sogar aus Amerika und Afrika bezogen.