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Der Stein wird gewonnen

Die Granitgewinnung im Fichtelgebirge reicht bis ins Mittelalter zurück. 

Das nötige Material lieferten zunächst die in großer Zahl zutage liegenden Findlinge und anstehenden Felspartien. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts ging man dazu über, Steinbrüche anzulegen. Mit dem Bau der Eisenbahn begann die eigentliche Entwicklung der Granitindustrie des Fichtelgebirges. 

Die Bahn selbst hatte einen großen Bedarf an Werksteinen, gleichzeitig schuf sie aber auch die Voraussetzungen für den Transport der Steine über weite Entfernungen. 

Im Laufe der Zeit entstanden allein rund um den Epprechtstein 20 Granitsteinbrüche. 1897 beschäftigten die Kirchenlamitzer Steinmetzbetriebe 450 Arbeiter. Jeder zweite arbeitsfähige männliche Einwohner verdiente seinen Lebensunterhalt im Steinbruch oder auf dem Werkplatz. 

Nach einer leichten Flaute erlebte die Granitindustrie in der Zeit von 1933-1939 eine erneute Hochkonjunktur. Nach dem 2. Weltkrieg hat sie dann endgültig – weil zu kostenintensiv und durch andere Baustoffe (Stahl, Beton, Glas) ersetzt – ihre große Bedeutung verloren. 

Die Arbeit in den Steinbrüchen war schwer und gefährlich. Unfälle, auch tödliche, beim Sprengen, beim Transport der Steine im Bruch und beim Verladen waren nicht selten. Gefürchtet war die Steinhauerkrankheit, wie man die Silikose nannte, die durch Granitstaub hervorgerufen wurde und bei vielen Arbeitern zu frühem Tod führte.


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